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Im Rahmen der jüdischen Kulturwoche Augsburg Schwaben*26

In der jüdischen Auslegungstradition der Tora gibt es die Rede vom schwarzen und weißen Feuer. Das schwarze Feuer steht für die sichtbaren Buchstaben, den geschriebenen Wortlaut des Textes. Das weiße Feuer bezeichnet den Raum zwischen den Buchstaben. Man könnte auch sagen, das weiße Feuer bezeichnet das, was der Text offen lässt und was zwischen den Zeilen steht. Geht man diesen Leerstellen nach, können sich neue Perspektiven auf das geschriebene Wort eröffnen. In dieser Tradition des Zwischen-den-Zeilen-Lesens steht der Bibliolog, der seinen Ursprung in den 1980er Jahren in den USA hat. Im gemeinsamen Entdecken des weißen Feuers werden Schrifttexte auf ganz neue Weise lebendig und führen zu mehr Weite und Tiefe in der Auslegung der überlieferten Texte.

An diesem Abend erkunden wir mit der Methode des Bibliologs einen ausgewählten Text aus der Tora.

Referent: Markus Weiland, Katholischer Theologe, Bibelreferent im Bistum Augsburg

Auf einen Blick

Datum

15.10.2026 | 19.00 Uhr

Ort

Ev. Forum Annahof
Annahof 4, 86150 Augsburg

Eintritt frei

Um Spenden wird gebeten

Keine Anmeldung erforderlich

Veranstalter: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Augsburg und Schwaben e.V.