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Feibel­mann muss weg

Ein antisemitischer Vorfall aus der schwäbischen Provinz

Nach der NS-Machtübernahme wurde Antisemitismus in Deutschland nicht nur von oben verordnet. Persönliche Ressentiments spielten weiter eine wichtige Rolle. Durch sie entwickelten die antijüdischen Hetzkampagnen und Gewaltmaßnahmen vor Ort vielfach eine ganz eigene Dynamik, wie auch Jakob Feibelmann erfahren musste. Der Memminger Unternehmer wurde ab 1933 mit anonymen Drohschreiben überschüttet, die ihn massiv anfeindeten und zur Emigration drängten. Ende 1934 flüchtete er schließlich nach Palästina und nahm die Schreiben mit, die er als Beweismittel gesammelt hatte.

Die Ausstellung setzt sich anhand von 22 Reproduktionen erhaltener Briefe und Postkarten mit den Anfängen der nationalsozialistischen Judenverfolgung auf lokaler Ebene auseinander. Dabei verschränkt sie Täter- und Opfergeschichte und fragt sowohl nach den Urheber*innen der Hassbotschaften und möglichen Mitwisser*innen wie auch nach den Konsequenzen für Jakob Feibelmann.

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Eröffnung der Ausstellung im Museum der Stadt Burgau

Grußworte
Martin Brenner, Bürgermeister der Stadt Burgau

Einführung in die Ausstellung
Monika Müller, Kuratorin

Musikalische Umrahmung durch Dominik Uhrmacher


Im Anschluss haben Sie die Gelegenheit, die Ausstellung zu besichtigen.

 

Wanderausstellung des Jüdischen Museums  Augsburg Schwaben in Kooperation mit dem Netzwerk Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben.

Auf einen Blick

Datum

29.09.2024 | 11.30 Uhr

Ort

Schloss Burgau
Norbert-Schuster-Straße 11
89331 Burgau

EINTRITT FREI