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Vortrag von Dr. Paula Oppermann, Berlin
über die Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Lettland 1941 – 1944

Jüdisches Leben in Lettland lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Jüdinnen und Juden beteiligten sich am gesellschaftlichen Leben des seit 1918 unabhängigen Landes. Gleichzeitig waren sie Antisemitismus ausgesetzt. Während der sowjetischen Besatzung 1940/41 litten Juden und Nichtjuden unter Terror und Deportationen. Infolge des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion im Juni 1941 besetzte die Wehrmacht Lettland. Die deutsche Sicherheitspolizei rekrutierte lettische Freiwillige.

Mordkommandos vernichteten die jüdischen Gemeinden auf dem Land fast vollständig, in den Städten musste die jüdische Bevölkerung in Ghettos umsiedeln. Bald entschied die nationalsozialistische Führung, Jüdinnen und Juden aus dem Reich und den annektierten Gebieten nach Osteuropa, darunter Riga, zu deportieren. Daraufhin erschossen deutsche und lettische Täter über 25000 Insass*innen des Rigaer Ghettos. Anschließend wurden etwa 20000 Jüdinnen und Juden nach Lettland deportiert, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten.
Insgesamt wurden in Lettland mehr als 70 000 Jüdinnen und Juden ermordet.

Paula Oppermanns Vortrag analysiert die deutsche Besatzungs- und Vernichtungspolitik in Lettland und beschreibt die Erfahrungen der Verfolgten an diesem weniger bekannten Schauplatz der Shoah.

Auf einen Blick

Datum

16.01.2024 | 18.30 Uhr

Ort

Festsaal der Großen Synagoge
Halderstraße 6-8, 86153 Augsburg

ANMELDUNG

unter empfang@jmaugsburg.de oder 0821 51 36 11

Eintritt

5,00 € | 3,00 € ermäßigt

IN KOOPERATION MIT DER PHILOLOGISCH-HISTORISCHEN FAKULTÄT UND DEM BUKOWINA-INSTITUT DER UNIVERSITÄT AUGSBURG SOWIE DEM ZENTRUM FÜR HOLOCAUSTSTUDIEN AM INSTITUT FÜR ZEITGE-SCHICHTE IN MÜNCHEN