Navigation überspringen

Stadtführung

Zu den Lebens- und Wirkstätten jüdischer und politisch missliebiger Ärzte und Ärztinnen aus Augsburg in der NS-Zeit

Am 22. März 1933 – einen Tag vor der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes durch den Deutschen Reichstag – sandten die Spitzenverbände der deutschen Ärzteschaft in vorauseilendem Gehorsam eine Ergebenheitsadresse an Adolf Hitler. Es folgten Arbeitserschwernis, Ausgrenzung, Vertreibung, Approbationsentzug und Vernichtung jüdischer und politisch missliebiger Ärztinnen und Ärzte.

Für ein paar Betroffene gibt es Erinnerungszeichen, einige der Gebäude von früheren Wirkstätten bzw. Wohnorte sind noch vorhanden. Einige existieren nicht mehr. Beim Rundgang durch die Augsburger Innenstadt soll beispielhaft auf das Schicksal einiger dieser Ärztinnen und Ärzte eingegangen werden.

Der Fokus dieser Stadtführung liegt auf der Frage, inwieweit diese Ärztinnen und Ärzte von ihrem Umfeld ohne Not isoliert und ausgegrenzt wurden, aber auch welche Formen der Solidarität und Unterstützung einige Mutige leisteten.

Leitung: Dr. med. Elisabeth Friedrichs

Auf einen Blick

Datum

18.03.2026 | 16.00 Uhr

Ort

Stadtzentrum
Treffpunkt: Museumsstandort Innenstadt
Halderstraße 6-8
86150 Augsburg

Dauer

90 Minuten

Gebühr

5,00 €

Anmeldung

erforderlich bei der vhs Augsburg

Eine bronzene Gedenktafel mit den Namen des Ehepaars Raff aus Augsburg

Bild: Erinnerungsband in der Frohsinnstraße 21 zur Erinnerung an Sanitätsrat Dr. Julius Raff, gest. 12.11.1942 in Theresienstadt und seine Frau Paula, die 1944 in Auschwitz ermordet wurde. (Quelle: Dr. Elisabeth Friedrichs)

In Kooperation mit der Volkshochschule Augsburg, dem Ärztlichen Kreisverband, dem Institute for Ethics and History of Health in Society (Universität Augsburg) und der Erinnerungswerkstatt Augsburg.