Objekte und Räume als Spiegel der religiösen Praxis Jüdischer Gemeinden in Süd­deutsch­land

Seit Oktober 2018 sind wir am Forschungs­projekt »Objekte und Räume als Spiegel der religiösen Praxis jüdischer Gemeinden: Traditionen und Transformationen des Judentums in Deutschland nach der Schoa« beteiligt. Das Verbundprojekt strebt eine umfassende und interdisziplinäre Untersuchung des Neubeginns jüdischen Lebens in Deutschland nach der Schoa an, wie es sich in Objekten, Räumen und religiösen/musikalischen Praktiken widerspiegelt.

Gerade in den unmittelbar nach Kriegsende gegründeten Gemeinden fanden Ritualobjekte Verwendung, die den temporären Verbleib vieler Jüdinnen und Juden in Europa widerspiegeln; die Objekte wurden von Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt. Mit der zunehmenden Konsolidierung der Gemeinden in den 1950er und 1960er-Jahren wurden – auch vor dem Hintergrund einer sich verbessernden wirtschaftlichen Situation – Ritual­objekte von künstlerischem Wert angeschafft. Häufig interessant ist die Überschneidung der Institutionen Museum und Gemeinde: Es stellt sich die Frage nach der Musealisierung der Objekte bzw. nach der Wiederaufnahme vormals musealisierter Objekte in den gottesdienstlichen Ritus.

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