Intervention in der Dauerausstellung

Das Bild der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft auf Jüdinnen und Juden ist von Erwartungshaltungen bestimmt, von Vorstellungen, was jüdisch ist und was nicht. Es sind Projektionen der Mehrheitsgesellschaft auf die Minderheit, sei es bezüglich der Rolle von Religion und Tradition, der Beziehung zwischen Judentum und Israel oder in Bezug auf Aussehen und Kleidung.

»Jüdische Objekte« im Museum sind ebenso Spiegel jüdischer Identität in der Diaspora wie der Wahrnehmung von Juden und Jüdinnen durch die nichtjüdische Umwelt. Sie sind sowohl Eigen- als auch Fremdwahrnehmung, die sich häufig zwischen Kitsch, Klischee und Stereotypen bewegen. Ostjüdische Klischeebilder, jüdisches Spielzeug, Andenken aus Israel oder koschere Produkte des täglichen Bedarfs: Welche Bilder erzeugen diese Objekte und warum befinden sich solche in einem Jüdischen Museum? Sind sie dazu geeignet Vorurteilen zu begegnen oder zementieren sie diese nur? Für neue Intervention sind wir in der eigenen Sammlung auf die Suche gegangen.

Fünf Vitrinen in der Dauerausstellung, die ansonsten die jüdischen Lebenskreisfeste sowie den Schabbat und die Speisegebote vorstellen, präsentieren den Besucher*innen für die Zeit der Intervention in einer Neugestaltung »jüdische Objekte« zwischen Tradition und Nostalgie, Klischee und Identität.

Zur Eröffnung am 28. Oktober, 18.30 Uhr führen die Kuratorinnen durch die Intervention.

Auf einen Blick

Datum

29.10.2021 – 04.09.2022

Ort

Standort Innenstadt

DAUER

+- 45 Minuten

EINTRITT

Im Museumsticket inbegriffen
(6,00 | 3,00 €)

KURATORINNEN

Dr. Barbara Staudinger
Souzana Hazan

Vermittlung

Öffentliche Führungen

14. November, 12. Dezember | 15.00 Uhr

Eintritt: Frei | Gebühr: 5,00 €

Die Plätze für die Führungen sind begrenzt. Wir bitten um Anmeldung bis Freitag zuvor, 15.00 Uhr per Mail an empfang@jmaugsburg.de oder telefonisch unter 0821 51 36 11.

Führungen für Gruppen

Führungen für Gruppen sind ab November buchbar. Buchung per Mail an empfang@jmaugsburg.de oder telefonisch unter 0821 51 36 11.

Förder*innen

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